Hardtwaldklinik 1

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Kopfschmerzen

Kopfschmerzen - Cluster

Das Krankheitsbild bei Cluster- Kopfschmerzen wird auch als Bing-Horton-Syndrom beschrieben. Es handelt sich um eine relativ unklare Kopfschmerzerkrankung mit gehäuft auftretenden attackenförmigen, streng einseitigen Schmerzen, verbunden mit lokalisierten autonomen Reizerscheinungen. Männer sind von Cluster- Kopfschmerzen viermal so häufiger betroffen wie Frauen. Der Altersgipfel liegt zwischen dem 25. bis 30. Lebensjahr. 

Möglicherweise handelt es sich bei den Cluster- Kopfschmerzen um eine Entzündung in einem venösen Blutleiter des Gehirns und im Bereich der Augenarterie. Das Ganze ist jedoch noch weitgehend ungeklärt.

Die Cluster Kopfschmerzen äußern sich als seitenkonstanter und einseitiger, sehr starker, vernichtend bohrend stechender Schmerz hinter dem Auge, unter dem Auge und zum Ohr hin. Eine Attacke bei Cluster- Kopfschmerzen kann jeden 2. Tag, auch bis zu 8 Mal am Tag auftreten. Die Attackendauer läuft unbehandelt von 15 bis 180 Minuten. Das Symptom tritt häufig nachts auf. Dabei kommt es zum Tränenfluss, zur Reizung der Bindehäute, zum Nasenlaufen, Schwitzen und Rötungen im Bereich der Stirn und des Gesichtes, eine Verengung der Pupille kann auftreten, ebenso eine Oberlidschwäche. Auszulösen sind die Cluster- Kopfschmerzen durch Alkohol, Nitroglyzerin, Histamin und helles Licht.
Weitere Informationen zur Akutbehandlung und Langzeittherapie finden Sie unter:
www.kopfschmerzen-1.de/cluster-kopfschmerz/

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Kopfschmerzen - Spannngskopfschmerz

Bei den Spannungs kopfschmerzen handelt es sich um eine häufige Kopfschmerzerkrankung, die verbunden ist mit vegetativen Begleiterscheinungen. 

Die Spannungs kopfschmerzen müssen von symptomatischen Kopfschmerzen streng abgegrenzt werden, bei der letzteren Form handelt es sich um Kopfschmerzen aus innerer Ursache, die abgeklärt werden müssen. Bei den Spannungs kopfschmerzen handelt es sich um drückend ziehende, nicht pulsierende Schmerzen. Sie können beidseitig lokalisiert sein. Typischerweise werden sie beschrieben wie ein „Ring um den Kopf“, verbunden mit Spannungsgefühl. Sie werden nicht durch Treppensteigen oder vergleichbare körperliche Aktivität verstärkt. Lärm oder Licht wird als unangenehm empfunden, allerdings nicht so heftig wie bei der Migräne. Bei chronischen Spannungs kopfschmerzen finden sich häufig psychische Belastungsfaktoren, häufig auch ein Medikamentenabusus. Die Spannungs kopfschmerzen können gelegentlich Übelkeit hervorrufen, jedoch kein Erbrechen (Abgrenzung zur Migräne!). 

Nicht selten können Spannungs kopfschmerzen Schmerzausdruck einer „Occipitalneuralgie“ sein. Hierbei handelt es sich um einen vom Hinterkopf ausgehenden haubenförmigen Schmerz, der bis in die Augenregion und ins Ohr reichen kann. 

Klinisch besteht bei dieser Form der Spannungs kopfschmerzen eine erhebliche Druckschmerzhaftigkeit der Austrittsstellen des Nervus occipitalis minor, den man ganz gut beidseits neben dem Ansatz der kurzen Halsmuskeln ertasten kann. Hier kann man neural­therapeutisch oder als Leitungsanästhesie ein Lokalanästhetikum an den Austrittspunkt dieses Nervens setzen, was meistens zu einer prompten Besserung der haubenförmigen Kopfschmerzsymptomatik führt. Weitere Informationen finden sie unter:
www.kopfschmerzen-1.de/spannungskopfschmerz/

Ihr Prof. Dr. F. L. Welter
Ärztlicher Direktor, Chefarzt Neurologie
Arzt für Neurologie u. Psychiatrie, Arzt für Physikalische Medizin

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Aktualisiert: Juli 2010

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